Ressourcenschonung

Im Anwendungsbereich Ressourcenschonung wollen wir Stoffkreisläufe schließen, indem bisher nicht verwendbare Reststoffe in hochwertige Sekundärrohstoffe oder auch Zwischen- bzw. Endprodukte überführt und so nutzbar gemacht werden. Dabei entwickeln wir neuartige Verfahren und Produkte aus diesen Reststoffen und die dafür benötigten Technologien.

Auch passen wir Herstellungs- und Anwendungsverfahren hinsichtlich der erforderlichen Parameter der Ersatzrohstoffe an oder entwickeln diese gänzlich neu und entwicklen neue Methoden zur Reduktion des Energie- und Materialeinsatzes in bestehenden Produktionsprozessen.

Ihre Ansprechpartner
Dr. rer. nat. Lars Leidolph Zentraler Forschungskoordinator +49 (3643) 564313 lars.leidolph@mfpa.de
Dr.-Ing. Michael Berndt Abteilungsleiter +49 (3643) 564186 michael.berndt@mfpa.de

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M. Sc. Manuel Dutschke Forschungsleiter Organische Chemie +49 (3643) 564354 manuel.dutschke@mfpa.de

Ressourceneffizienzberatung

Im Rahmen des Förderprogramms für mehr Ressourcenschonung und -effizienz in Thüringer KMU „GreenInvest Ress: Zukunftssichere Produktionsprozesse“ bietet die MFPA Weimar Beratungen für Unternehmen an.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie hier >>>

Life cycle material engineering

Nach wie vor besteht erheblicher Bedarf, Herstellungsprodukte ressourcenschonend und umweltfreundlich zu gestalten. Mit zunehmender Anstrengung, Stoff- und Verwertungskreisläufe zu schließen, resultiert zudem häufig die Erkenntnis, dass viele Produkte und Bauteile zwar hinsichtlich ihrer Anwendungseigenschaften und minimalen Herstellkosten optimiert sind, Rückgewinnungs- und Nachnutzungsprozess jedoch oft daran scheitern, dass die Wert- und Rohstoffe aus den zu recycelnden Produkte und Bauteile kaum wirtschaftlich abtrennbar sind.

Wir betrachten alle material- und werkstoffbezogenen Fragestellungen für Produkte und Bauteile über die gesamte Lebensdauer der Produkte von der Rohstoffgewinnung über Material- und Bauteilherstellung, den Anwendungseigenschaften bis hin zum End of life / Second Life Cycles ganzheitlich Dadurch soll bereits bei der Material-/ Bauteilherstellung der Aspekt der Verwertung nach Nutzungsende berücksichtigt werden, wodurch Verwertungsverfahren erst ermöglicht bzw. effizient werden.

Rückgewinnungsverfahren

Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen ist oft verbunden mit erheblichen Umweltbelastungen. Einige Rohstoffe verknappen sich zudem spürbar oder stammen aus geopolitisch-kritischen Regionen. Auf der anderen Seite enthalten viele industrielle und kommunale Abfälle wertvolle Wertstoffe, wovon ein großer Teil unwiederbringlich deponiert wird. Grund dafür ist, dass zumeist technologische Lösungen zur Rückgewinnung fehlen oder die vorhandenen Verfahren und Technologien unwirtschaftlich sind.

Wir entwickeln praktikable Herstellungsverfahren und Technologien mit denen zulassungs- und damit marktfähige Produkte aus Ersatz- und Sekundärbaustoffen aus Reststoffen generiert werden können. Dabei setzen wir mit unserer Konzeption Life cycle material engineering auch bereits an den zu verwertenden Produkten und Bauteilen selbst an, um diese überhaupt recycelbar zu machen.

Ersatzstoffe & Rezyklate

Ersatzstoffe und Rezyklate aus Reststoffen können einen nachhaltige Alternative zu natürlichen oder künstlich hergestellten Ausgangsstoffe für unterschiedlichste Herstellungsprozesse sein. Dies schont die natürlichen Ressourcen und reduziert die Umweltbelastung. Allerdings bestehen nach wie vor zu wenige Einsatzmöglichkeiten für Rezyklate, häufig auch deshalb, weil sie sich in der Qualität von den natürlichen Rohstoffen bzw. primär erzeugten Rohstoffen unterscheiden und damit zu einer anderen Produktqualität führen oder sich in den bestehenden Herstellungsprozess aufgrund anderen Verarbeitungseigenschaften nicht identisch verwenden lassen.

Wir arbeiten deshalb an Verfahren, um die Produktqualität der erzeugten Ersatzstoffe bzw. Rezyklate zu erhöhen, so beispielsweise durch eine höhere Sortenreinheit. Zum anderen entwickeln wir technologische Verfahrenslösungen, wie die erzeugten Rezyklate in bestehende Verarbeitungsprozesse zuverlässig eingearbeitet werden können bzw. wir entwickeln dafür gänzlich neue, angepasste Prozesse.

Rückgewinnung von Nährstoffen

Intensive Landwirtschaft benötigt auf der einen Seite eine Vielzahl von Nährstoffen für ein ertragreiches Pflanzenwachstum. Auf der anderen Seite fallen unzählige nährstoffreiche Reststoffe insbesondere aus der Massentierhaltung, die Biogaserzeugung oder der Abwasserklärung und -aufbereitung an. Diese nährstoffreichen Reststoffe wurden zwar bisher zu großen Teilen in der Landwirtschaft verwertet. Allerdings war diese Verwertung wenig an den Nährstoffbedarf der Pflanzen angepasst, so dass eine zusätzliche Düngung mit fehlenden Nährstoffen weiterhin notwendig war und zu viel eingetragene Nährstoffe Böden und Gewässer verseuchen.

Wir holen aus organischen Reststoffen gezielt die wertvollen Nährstoffe heraus oder wandeln diese Reststoffe in standardisierte Düngemittel mit einer boden- und pflanzenspezifischen Nährstoffzusammensetzung um. Neben den wirtschaftlichen Aspekten solcher Rückgewinnungsverfahren steht dabei auch insbesondere die Trennung der Wertstoffe von den Schadstoffen bei uns im Fokus.

Laufende Projekte

Laufende Projekte im Themenfeld Ressourcenschonung

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Unser Dienstleistungsworkflow

Wir sehen uns als Enabler zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung mit anwendungsorientierten Forschungsschwerpunkten.